Herbst002

Geschichte - Klima


Geschichte
Der Weinbau hat bei uns eine über 1000 jährige Tradition, erste urkundliche Erwähnungen stammen aus dem 9. Jahrhundert. Es ist aber davon auszugehen, dass Reben bereits im 4. und 5. Jahrhundert von römischen Gutsherren und ausgedienten Soldaten angepflanzt wurden. Nachdem Kaiser Valentinian I um 370 n. Chr. entlang dem Rhein eine Kette von Wachttürmen errichten liess, wurde das Weinland während fast 200 Jahren zum Grenzland des römischen Reiches. Reben, die vor so langer Zeit angepflanzt wurden, haben sich im Laufe der Jahrhunderte durch natürliche genetische Veränderungen (Mutationen) zu einheimischen Rebsorten entwickelt. Ein besonders interessanter Vertreter solcher autochtoner Sorten ist der Räuschling, dessen kernige Weine mit fruchtig rassiger Säure hervorragende Begleiter von Fischgerichten und kalten Platten sind.

Klima, Terroir
Rudolfingen liegt im Regenschatten des Schwarzwaldes. Mit rund 800 mm Jahresniederschlag gehört unsere Gegend zu den niederschlagsärmsten Gebieten der Schweiz. Für die tiefwurzelnden Reben ist dies aber kein Nachteil, vielmehr profitieren die wärmeliebenden Reben davon, dass sich trockene Böden rascher erwärmen, als durchnässte. Die Zusammensetzung der Böden könnte vielfältiger nicht sein. Die untersten Schichten sind ca. 80 Mio Jahre alte Quarzsande, darüber liegen rund 800'000 jährige Schotter und zu oberst die Ablagerungen aus den letzten Eiszeiten. An den steilen Abhängen des Cholfirstes können all diese Formationen auf kleinstem Raum auftreten und den Reben leichte, sandig-kiesige bis lehmig schwere Standorte bieten. Entsprechend vielfältig sind die Ausprägungen der Weine.